Cusco – Am Nabel der Welt 🌎

So und nun zu meinem Beitrag zu Cusco….

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DIE Stadt der Inka, der Nabel der Welt und eine der umwerfendsten geschichtsreichsten, interessantesten und archĂ€ologischen Gegenden in Peru. Die wunderschöne Stadt liegt im „Goldenen Tal“ und es gibt unheimlich viele, schöne GebĂ€ude, Museen, Kathedralen und Plazas aus der Kolonialzeit. Hier ist ja auch der Ausgangspuntk fĂŒr jeden Traveler, um sich nach Machu Picchu und Co. aufzumachen. Am beliebtesten bei den ReisewĂŒtigen ist wohl der bekannte Inka-Trail, Salkantay, Rainbow Mountain und natĂŒrlich ein Besuch bei Machu Picchu. Verstehen muss man nicht so ganz, warum so viele, so verrĂŒckt danach sind, DEN (hier von jeder Agentur angepriesenen) Inka-Trail zu besuchen (wohl gemerkt kostet eine 4 Tages Tour rund 600 US-Doller, total verrĂŒckt) den es gibt hier massige Inka-Trails und Treks die ganz umsonst sind. Diese könnte man alle ohne Guid und Tour machen. Ist ja auch eigentlich logisch, da die Inka nicht immer nur nach Machu Picchu, sondern zu sehr vielen verschiedenen Inka StĂ€dten gelaufen sind. Somit ist ja jeder dieser bekannten Wege ein Inak-Trail, eben eine Straße der Inka. Nur irgendwie bekommt man das GefĂŒhl vermittelt, dass es unbedintgt dieser eine Weg ist, der soo besonders ist, sonst hat man ja was verpasst. Ich weis, die Gegend um Machu Picchu ist ja auch wirklich ein Traum, aber ist es das Geld wert, soviel Geld fĂŒr nur einen Wanderweg hinzublĂ€ttern? Und es liegt wohl doch zum grĂ¶ĂŸten Teil daran, dass die meisten Touristen hier nur genau das sehen wollen und nicht mehr. Nur dass, was man Ihnen vorgibt unbedingt gesehen zu haben. Klar, ich war auch dort, aber vor 5 Jahren und ehrlich gesagt wĂŒrde ich Machu Picchu heute nicht noch Mal besuchen wollen. Es hat sich doch in den paar Jahren so einiges getan! Noch touristischer als damals, 5000 Besucher sind es pro Tag in Machu Picchu und auch zu den Rainbow Moutain werden tĂ€glich ein paar tausend Gringos gekarrt!Da es hier so viel mehr zu sehen gibt und auch ich bin mir erst jetzt darĂŒber bewusst, da ich einfach schon seit 3 Wochen hier bin und auch schon sehr viel Einheimische, sowie auch Langzeittraveler kenne. Eine ganz neue Perspektive, die mir gut gefĂ€llt! 😊

Vor gut einer Woche wollte ich eigentlich mit einem EnglĂ€nder – den ich schon aus Bolivien, La Paz –  kenne eine 4-5 Tageswanderung, auf eigene Faust nach Choquequirao (die kleines Schwester Machu Picchu’s) machen. Die Tour wollten wir vergangenen Montag starten. Am Sonntag haben wir uns dann getroffen, um alles zu besprechen, die Route zu planen, den Einfkauf bezĂŒglich Essen zu erledigen und die ganze CampingausrĂŒstung zu organisieren. Leider fiehl das Vorhaben dann am Montag noch vor Abfahrt ins Wasser, da er leider krank wurde. Ich hab alles gepackt gehabt, bin aus meinem Hostel ausgecheckt, habe meinen Wanderrucksack gepackt und aufgesattelt und wollte eigentlich nur noch los. Bei Ihm im Hostal angekommen, traff ich dann auf ein HĂ€ufchen Elend. Nach 30 Minuten hin- und her diskutiererei ob wir nun gehen oder nicht, hab ich beschloßen das ganze abzublasen. Es bringt uns beiden ja nichts, wenn er mir auf halber Strecke, mitten im Niergendwo zusammenklappt! Den nach Choquequirao muss man auch 1500 Höhenmeter ĂŒberwinden. Somit hieß es dann, Essen aufteilen, das Campingequipment wieder zurĂŒck bringen (leider musste wir dann einen Tag beazhlen) und wieder einchecken im Hostel. 😊 Ich war natĂŒrlich nicht gerade begeistert davon, aber na klar, er konnte nichts dafĂŒr und alleine wollte ich es dann auch nicht auf mich nehmen. Vorallem hĂ€tte ich mich komplett neu organisieren mĂŒssen, um alles bei mir unter zu bringen. Ich hĂ€tte auch kein 2 Mannzelt mit mir rum tragen wollten etc. Es sollte einfach nicht sein und das habe ich dann einen Tag spĂ€ter gemerkt. Den dann hat sich bei mir ein leichter Grippeanflug bemerkbar gemacht. Das hielt mich aber nicht davon ab, am Dienstag ein neues Abenteuer zu starten.
Da ich ein paar Tage zuvor in der Straße einen sehr netten Peruaner (Ernesto) kennen gelert habe, der zufĂ€llig auch ein Guide ist, habe ich Ihn kontaktiert ob er den jemanden wĂŒsste der diesen Trek mit mir gehen möchte, oder was fĂŒr andere Optionen ich noch hĂ€tte. Da boht er mir gleich fix an, dass ich mit Ihm am Dienstag andere Ruinen in der NĂ€he anschauen könnte. đŸ€— Der Trek dauerte 1-2 Tage mit Übernachtung im Zelt und ich sollte lediglich den Transport ĂŒbernehmen, Essen fĂŒr 2 Tage mitnehmen und meinen Schlafsack und die Isomatte. Perfekt, den Essen hatte ich noch genug, Zelt hatte er und ich liebe es einfach zu campen und meinen Schlafsack auszupacken. Juhu… am Dienstagnachmittag machten wir uns dann mit einem lokalen Busunternehmen in Richtung SĂŒden auf in einen kleinen Ort, der unser Ausgangspunkt sein sollte. Am ersten Tag sind wir leider nicht sehr weit gekommen, da Ernesto noch bis 15 Uhr arbeiten musste. Wir sind erst um 15:30 losgekommen und am Ausganspunkt waren wir dann erst, als es schon dunkel war. Also hieß es fĂŒr uns, Stirnlampen ausgepackt, Zelt aufgebaut (ohne 1 Meter zu wandern 😉) und Abendessen. Die Nacht war wirklich schön, sternenklar aber bitterkalt… Ich hab ja zum GlĂŒck einen Schlafsack der mich bis zu -25 Grad warm hĂ€lt, aber trotz aller BemĂŒhungen nicht krank zu werden, wachte ich am nĂ€chsten Tag auf und hatte nicht gerade angenehme Halsschmerzen. Trotz dessen wollte ich den Augstieg von knapp 4-5 Stunden wagen. Die Natur und das Tal waren wunderschön, wir trafen auf Lama und Alpakaherden, sowie verschiedene Vögel, viele Libellen und Esel. Nach knapp 2,5 Stunden und einige Höhenmeter (auf 4100 Meter) die wir hinter uns gebracht hatten, konnte ich einfach nicht mehr. Ich musste alle 5 Schritte eine Pause machen, mein Herz raste und ich hatte das GefĂŒhl keine Luft mehr zu bekommen. Es war eindeutig nicht die Höhe an sich die ich nicht vertrug, aber ich war einfach total angeschlagen und somit mussten wir den Aufstieg abbrechen, da es im Niemandsland keinen Sinn macht. Mir tat es so leid und ich wollte unbedingt wenigstens einen Trek machen, aber Ernesto hatte in dem Fall recht, dass es einfach zu gefĂ€hrlich ist, vorallem auf die Höhe ohne Handynetz und Hilfe, die einen holen könnte. Somit hatten wir uns dann noch an einem schönen Fleckchen in der Sonne nieder gelassen und die Aussicht, wie die Brotzeit genossen. Um 15 Uhr waren wir dann schon wieder auf dem RĂŒckweg nach Cusco und auf halber Strecke hatte ich mich total fiebrig gefĂŒhlt. Als wir dann in Cusco waren, ging es mir leider nicht besser, sonder noch schlechter. Total fertig, fiebrig und meine Stimme verabschiedete sich dann auch noch. Super…. mal wieder ne Grippe đŸ€’! Zum GlĂŒck sind wir nicht weiter gegangen und ich war wirklich in diesem Fall heil froh, nicht noch eine bitterkalte Nacht im Zelt verbringen zu mĂŒssen.

Nun habe ich mich fast eine gute Woche auskurriert. 2 Tage konnte (und wollte) ich das Hostel garnicht verlassen und hab einige gemĂŒtliche Genesungstage eingelegt. 😉
Momentan bin ich immer noch in meinem Hostel, mir gefĂ€llt es sehr gut hier, den vor 5 Jahren war ich auch schon hier! Aber ich hab das GefĂŒhl etwas tun zu mĂŒssen! Nun habe ich schon in Arequipa ein super liebes Schweizer MĂ€del kennengelernt! Marlen ist in meinem Alter und ist eigentlich wie ich auf Weltreise unterwegs! đŸ€— Da sie jetzt auch seit ein paar Tagen in einem Hostel arbeitet, bekomme ich echt das GefĂŒhl super faul zu sein! Den so schön die Gegend hier ist, bin ich gerade nicht auf dem Trichter dass ich einen mehrtĂ€gigen Trek absolvieren möchte! Liegt wohl auch einfach an der Höhe und ich bin es leid zu schnaufen wie eine alte Dampflok und 100% fit bin ich leider immer noch nicht!😊

Ich hĂ€tte große Lust mich in ein neues Abendteuer zu stĂŒtzen und mir neue Kenntnisse in der Hostel-Arbeitswelt anzueignen! Außerdem könnt ich wirklich mein spanisch verbessern und man trifft auf neue Leute die mich sicherlich inspirieren, um meinen weitern Weg zu finden! Den gerade hĂ€ng ich in der Luft! Das erste mal seit dem ich weg bin, dass ich nicht weis was ich tun soll! Das eigentlich auch nur, weil es sooo viele Optionen fĂŒr mich gibt und dass ist ja auch sehr positiv! Ich hab so viele Ideen, dass ich eigentlich nicht mehr weis was ich zu erst tun möchte! Aber ich denke, ich werde noch definitiv 1-2 Wochen hier bleiben und die umliegenden Dörfer etwas erkunden! Danach wird es wohl Lima werden, da schon ein weiteres (großes) Tattoo in Planung ist und ich einen super guten Tatoowierer gefunden habe 😉 (mich hat jetzt einfach die Sucht gepackt)! Danach wird es wohl Kolumbien oder Equador, oder, oder, oder…! Den ein Besuch auf den Galapagos-Inseln ist einer meiner grĂ¶ĂŸten TrĂ€ume 🌮🐱

Gestern hatte ich mich mal wieder zu einer Halbtagestour aufgemacht, da ich unbedingt mal selber Quad fahren wollte. Mittags wurden wir alle eingesammelt und hatte eine knappe Stunde Busfahrt vor uns. Dann ging es mit den Quads auch auf zu einem nahegelegenen See. Wieder war ich total von der Gegend rund um Cusco begeistert. Wir konnten sogar den Berg – Salkantay – sehen. img_3425Einfach atemberaubend schön. Da hatte ich dann doch gleich wieder Lust auf den Trek zu gehen 😊 Nach dem Quadabenteur ging es dann noch zu den bekannten „Salinas de Maras“. Das sind Salzterassen in der NĂ€he der Gemeinde Maras. Dieser Besuch war auch wirklich interssant und die umliegende Gegend war auch ein Traum. Leider konnte ich kaum Fotos machen, da es schon dĂ€mmerte als wir dort ankamen. Alles im allem war die Tour ganz cool und das Quad fahren hat richtig Spaß gemacht. Von den vielen Schlaglöchern in der „Straße“ hab ich seit heut morgen etwas RĂŒckenschmerzen. Aber was einen bekanntlich nicht umbringt, macht einen nur stĂ€rker! 😅

Auf alle FĂ€lle freu ich mich schon auf ein paar Tage Großstadtfeeling in Lima und dann bin ich endlich, nach knapp 3 Monaten runter von ĂŒber 3500 Höhenmeter! 😉 Ich freu mich wahnsinnig auf die warmen KĂŒstentemperaturen und auf hoffentlich nicht so frostige NĂ€chte, wie hier in Cusco. So schön es hier wirklich ist, meine Temperaturen sind es nicht. Viellleicht mach ich doch noch eine Jungletour hier in der NĂ€he, den das ist nicht nur spannend, tierreich und interessant, sonder auch viel wĂ€rmer. Heute hatte ich mich schon bei einem Hostel bezĂŒglich einer Arbeit erkundigt und bin gespannt, was Sie mir sagen werden, den der Job wĂ€re ab Freitag frei und ich könnte mich hier noch ein bisschen auskurieren, die umliegenden Dörfer besichtigen, bis ich wieder 100% fit fĂŒr eine Tour bin oder weis wohin es als nĂ€chstes gehen soll!

Alle Foto’s aus Peru kannst du ganz einfach hier anschauen!

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