Auf nach Ecuador – Vilcabamba & Cuenca

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Nach einer ausgiebigen Woche am Strand, mit viel Sonne, dem Meer, heißen Temperaturen, guten Cocktails und super Leuten ging es für Marlene und mich endlich mal wieder in ein neues Abenteuer und über die Grenze Perus nach Ecuador!

Wieder alles zusammen packen und ab zum Bus, der uns über Nacht zu unserem nächsten Ziel bringen sollte! Na gut, nicht ganz… auf der Strecke mussten wir zweimal den Bus wechseln und die Einreiseformalitäten hinter uns bringen! Der Grenzübergang war aber wirklich schnell erledigt und alles ging ganz flott! Zum Glück, den ich schlaf einfach schnell ein sobald ich mich auf meinem Platz im Bus platziert und es mir gemütlich gemacht habe! Da will ich dann immer so garnicht mehr aufstehen und einfach nur schlafen! Bei dieser Busfahrt hatte ich gleich 3 Schönheitsschlaf-Unterbrechungen 😅 alles halb so wild, den als wir dann endlich an unserem Ziel – dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Vilcabamba – angekommen sind, durften wir gleich um halb 7 in der Früh in unser Zimmer und konnten so gleich entspannt weiter und ausschlafen 😉 Vilcabamba ist ein sehr schönes, in den Bergen gelegenes – nenne wir es mal – Hippiedorf! Umgeben von einer beeindruckenden Natur und vielen Wanderwegen mit Wasserfällen, Kaffee-, Orangen-, Bananen- und Zitronenplantagen!

Nachdem wir ausgeschlafen haben, sind wir uns ein wenig im Ort umsehen gewesen, waren ein paar Lebensmittel einkaufen, sind am Fluss spazieren gewesen, haben uns ein tolles Abendessen gekocht, die nächsten Tage geplant und die Natur und die Ruhe genossen! Herrlich… am nächsten morgen ging es dann frisch fröhlich zur ersten Wanderung in Ecuador! Wir haben uns für den Aufstieg auf den Berg Mandango entschieden, von dort hatten wir eine super schöne Aussicht auf das Dörfchen und die umliegende Landschaft! 1 1/2 Stunden immer weiter und weiter bergauf! Das war schon wieder ganz schön anstrengend und wir haben gleich gemerkt wie stark die Sonne ist in Äquator Nähe! Leider war der Abstieg dann nicht so easy wie angenommen. Vom Gipfel ging ein kleiner Trampelpfad Richtung Dorf zurück, nach einer Weile waren wir uns dann aber doch nicht mehr so sicher, ob das der offizielle Weg der Rundwanderung war! Als wir in mitten von Gebüsch und Gestrüpp standen war es uns aber 100 Prozent klar, das wir irgendwie auf dem Kuhtrampelpfad gelandet sind 😅

Auch kein Problem für uns zwei Berggämse! Mit leichten Schrammen und Kratzern sind wir dann auch nach knapp weiteren 1 1/2 Stunden gut unten angekommen! Nach der ganzen Anstrengungen haben wir uns noch eine frische Kokosnuss köpfen lassen und das leckere Kokosdwasser genossen! Danach ging es erstmal ab unter die Dusche und ran an den Herd! Wir habe uns ein leckeres, gesundes Abendessen, selbst zubereitet! Frisches Gemüsecurry, yummy 😋 Beim Essen ging es dann um die Planung für den nächsten Tag! Wir haben uns für einen der Wasserfälle, dem Cascade El Palto, in der Gegend entscheiden!

Nach einer für mich nicht ganz so erholsamen Nacht, ging es dann nach dem Frühstück auch schon los! Wieder bergauf, bei der Hitze 😊 Vorbei an Kaffeeplantagen und schönen, in den hängen gelegenen Häusern, erreichten wir den Anfang des Wanderweges! Die zweite Wanderung gefiel mir persönlich besser als die vom Vortag! Der Weg zum Gipfel des Mandango war etwas kahl und sehr steil! Zum Wasserfall mussten wir durch einen tollen grünen, lebendigen Regenwald, der voll mit Schmetterlingen und bunten Vögeln war! Sogar ein Kolibri ist an uns vorbei gezischt! 20 Minuten vor dem Wasserfall war leider ein Gatter, dass abgesperrt war und dass wir unmöglich (wegen Stacheldraht) passieren konnten! Der Weg war aber diesmal der richtige, warum das Gatter abgesperrt war, haben wir leider nie erfahren! Dafür machten wir dann halt auf einer schönen grünen Wiese mit tollem Ausblick, um dort unsere Brotzeit zu verspeisen! Gerne hätten wir ja den Wasserfall gesehen, aber auch so war es sehr schön und man hat sich immerhin bewegt und was für die Gesundheit und die Figur getan 🤗

Wieder zurück im Hostel, gab es eine erfrischende Dusche und dann hieß es auch mal wieder Wäsche waschen (per Hand versteht sich) und den nächsten Tag und die Weiterfahrt planen! Am letzten Tag im idyllischen Vilcabamba haben wir noch, bei 2 Flaschen Weißwein und einem guten Essen, die Seele baumeln lassen und relaxed, bis es dann wieder ans zusammen packen und weiter ziehen ging!

Nächster Stop unserer Reiseroute war die historische Stadt Cuenca! Die Stadt ist wegen ihrer vielen schönen alten Kolonialbauten zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden und ich muss sagen, obwohl die Stadt schon recht groß ist, kommt es einem nicht so vor, dass man sich in einer Großstadt befindet! Den viele Hochhäuser findet man hier nicht, eher nur 2-3 davon! Eine sehr angenehme, ruhige und saubere Stadt, mit ganz schön vielen Kirchen! 😊 Wie eigentlich in jede Stadt in Südamerika gibt es diese massig!

Die Busfahrt von Vilcabamba nach Cuenca hat ca. 5 Stunden gedauert und die ganze Landschaft hat mich oft an zu Hause erinnert! Satte grüne Berge, Kühe auf den Weiden, viel Landwirtschaft und erstaunlich sauber hier! 😉 Ich finde Ecuador super schön und sehr amerikanisch! Die Ecuadorianer sind auch mega freundlich und hilfsbereit, viele können sogar Englisch! Alles ist viel geordneter und sauberer als in Peru, Bolivien oder den anderen südamerikanischen Ländern die ich bis jetzt besucht habe. Ich bin ohne Erwartungen und Kenntnisse in das Land eingereist und schon jetzt, nach gut einer Woche in Ecuador, bin ich total begeistert von diesem Land! Nicht zuletzt weil ich mir nächste Woche noch einen meiner größten Träume erfüllen werde! Einen Besuch auf den Galápagos Inseln 😍 ich bin schon mächtig gespannt!

Am späten Nachmittag in Cuenca angekommen, sind Marlene und ich dann wieder in mein favorit Hostel eingecheckt – das Selina’s! Einfach eine der besten Hostel-Ketten in den ich je war! Man bezahlt vielleicht vergleichsweise 2-3 $ mehr die Nacht, dafür kann man sich sicher sein, dass man super schnelles und super gutes Internet hat und das im ganzen Gebäude, eine tolle Küche und eine Bar da ist, bequeme Betten, es ist sehr sauber, genügen Steckdosen hat es auch und das wichtigste für mich – es gibt immer einen Yogaraum 🧘‍♀️

Am Ankunftstag haben wir dann nicht mehr viel gemacht, wir sind nur noch ein bisschen durch die Straßen geschländert und haben etwas zu Essen gesucht! Wir haben uns dann für ein Indisches Restaurant entschieden, das ausgesprochen gut war! Am darauf folgenden Tag sind wir die Stadt auch unter Tags auskundschaften gegangen, waren im Supermarkt um Lebensmittel zu kaufe, denn wir beide wollten unbedingt etwas backen! Backfee Marlene hat sich für Schokobrownies entschieden und meine Wenigkeit hat natürlich mein immer gelingendes Hefe-Nusszopfrezept gebacken, diesmal aber noch mit Schokolade und Zimt! Und da wir noch reichlich Mehl, Eier und Co. übrig hatten, habe ich uns noch Semmeln gebacken! 🤗

Man roch das Backwerk schon in den Hostel Gängen und der süße Duft lockte gleich Leute an! Ein Pärchen aus Neuseeland und eine sehr liebe ältere Australierin! Die Neuseeländer sind am nächsten Tag abgereist und hatten noch ein paar Lebensmittel übrig, die wir gerne zur weiteren Verwendung nahmen! Im Gegenzug gab es dann für alle Brownies und Hefezopf 😉 Die Semmeln waren dann aber nur für zwei bestimmt, für das Frühstück und als Brotzeit für den nächsten Tag, den es ging mal wieder auf Wanderschaft 🥾

Am Dienstag sind wir in den Cajas Nationalpark gefahren. Der Park ist etwa eine Stunde von Cuenca entfernt und liegt dann schon wieder auf 3850 Höhenmeter! Puh, das war wieder eine Wanderung, nicht nur wegen der dünnen Luft… leider hat es nur geregnet und zusätzlich wehte ein starker und eiskalter Wind! Der Nationalpark und die Natur dort waren wirklich wunderschön, jedoch machte es bei 5 Grad, mit Wind und Regen und super bazigem Wanderweg nicht ganz so viel Spaß! Der Nebel hing auch ganz schön tief und somit gab es für uns auch keinen Weitblick! Wir waren nach 2 1/2 Stunden wandern wirklich wieder super froh als wir im Bus Richtung Cuenca saßen! Total durchnässt und verfroren, freuten wir uns dann auf eine heiße Dusche, trockene Kleidung, unseren leckeren Gemüse-Käseauflauf und nach all der Anstrengungen haben wir uns noch eine gute Flasche Prosecco zu Gemüte geführt! Diese gab es zu einem lustigen Film, den jedes Selina’s Hostel hat einen Cinema Raum mit Netflix Account 😉 Absolute Gönnung, mit meiner Lieblings Rittersport Schoki und Hefezopf, lässt es sich absolut aushalten!

Der Mittwoch war dann unser letzter gemeinsamer Tag, den unsere Reiseziele sind leider nicht die gleichen! Marlene wollte noch unbedingt in den Amazonas (da werde ich auch noch hin fahren) und ich wollte jetzt einfach sehr zeitnah auf meine geliebten Galápagos Inseln! Den Tag verbrachten wir damit, uns wieder etwas zu organisieren und zu packen! Einen Aussichtspunkt in der Stadt haben wir noch besucht und gegen Nachmittag sind wir dann in eine der sehr nahe gelegenen, wunderschönen Thermal-Termen, der Piedra de Agua  gefahren, um zu entspannen und es uns noch mal so richtig gut gehen zu lassen! Und da der Prosecco vom Vortag so gut war, gab es nach dem stundenlangen Termenvergnügen noch eine Flasche zum Abschied! Marlene reiste schon am Mittwoch Nacht aus Cuenca ab, ich hingegen blieb noch eine Nacht länger den meine Busfahrt dauert nur 4 Stunden nach Guayaquil, da lohnt sich kein Nachtbus!

Nach schmerzhafter Verabschiedung von meiner lieben Marlene, sitze ich nun auch schon wieder im Bus Richtung Guayaquil und verfasse diesen Beitrag! In Guayaquil werde ich nach langer, langer Zeit mal wieder Couchsurfen! Meine Gastgeberin heißt Eilyn und ich bin sehr gespannt, wie es mir dort gefällt! Ich hoffe sie hat noch ein paar Tips für mich bezüglich Galápagos, den ich werde den Flieger von Guayaquil aus nach Santa Cruz nehmen! Um die Planung und die Flugbuchung werde ich mich dann vor Ort in den nächsten 2 Tagen kümmern… und der nächste Beitrag erzählt dann schon über meine Erfahrung auf Galápagos 🤗 😍

Die Galerie habe ich auch aktuallisiert! Um alle Fotos zu sehen klick einfach hier!

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