Die Galapagos Inseln (Teil 3) – San Cristobal

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Die Überfahrt von Isla Isabela nach Santa Cruz war recht angenehm, nur etwas frisch für mich, da ich lediglich in T-shirt und kurzer Hose unterwegs war und meinen Pullover im großen Rucksack verstaut hatte! Pete und ich durften diesmal nämlich auf dem Oberdeck sitzen und da wehte nicht nur ein laues Lüftchen! 😅 Aber was einen nicht umbringt, macht einen ja bekanntlich stärker…

Wieder in Santa Cruz am Hafen, in Puerto Ayora angekommen, luden wir erst mal unsere großen, schweren Rucksäcke ab! Diese konnten wir zum Glück bis zur Weiterfahrt um 14 Uhr in der Agency deponieren! Bei unserer Ankunft war es nämlich erst 8:00 Uhr morgens! Somit erst einmal ein Plätzchen zum Frühstücken finden! Ein paar Meter von der Agency entfernt, fanden wir dann auch gleich eine kleine günstige Bäckerei, die auch Kaffee und Co. im Angebot hatte! Frisch gestärkt machten wir uns dann noch auf, um die Charls Darwin Schildkröten Aufzuchtsstation in der Nähe des Hafens zu besuchen! Santa Cruz hat nämlich gleich 2 davon! Eine kleine eben in Hafennähe und eine große im Inland „El Chato“, bei der ich ja mit Adriane schon war! Ich persönlich wollte mir nur die kleine Aufzuchtstation ansehen, da dort der ausgestopfte und präparierte Körper von „lonesome George“ ist! Dies war die letzte Riesenschildkröte ihrer Art und George starb vor 7 Jahren! Leider hatten wir heute kein Glück! Der Ausstellungsraum war wegen Renovierung geschlossen 😒 Schade, aber gut da kann man nichts machen! Die kleinere Schildkröten Station war ja auch ganz nett anzusehen, aber nach El Chato, einfach nicht mehr wirklich interessant für mich! Sie klären einen hier auch wieder über das Leben einer Schildkröten und die Aufzucht auf und erzählen auch viel über die Geschichte Charls Darwins! Aber an geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul! War ja umsonst! 😊 Nach dem kleinen Rundgang ist wenigsten ein bisschen Zeit vergangen und nun war es doch an der Zeit für ein Eis in meiner Lieblingseisdiele! 😃

Als wir auf dem Weg zur Aufzuchtsstation waren trafen wir auf Xenia, ein Mädl aus Deutschland, die Pete schon zuvor kannte, da man sich ja gewissermaßen immer wieder irgendwo auf den Inseln über den Weg läuft! Mit ihr trafen wir uns wenig später an der Eisdiele! Da Delphi, die Französin, die wir ja auch noch von Isabela kannten, schon 2 Tage zuvor auf Santa Cruz zurück fuhr, machten wir ihr auch direkt noch den Vorschlag, dass sie doch einfach zur Eisdiele kommen sollte! Und so trafen wir Eishungigen alle rechtzeitig ein! Für Pete, Xenia und mich ging es dann auch bald wieder weiter und Delphi blieb noch länger auf Santa Cruz! Eine halbe Stunde vor Abfahrt, holten wir dann wieder unsere Rucksäcke ab und trafen wieder am Hafen ein, um das nächste Boot in Richtung San Cristobal zu erwischen! Wieder eine Überfahrt von knapp 2 Stunden! Diese vergingen jedoch recht schnell, da ich bei dem schönen Geschaukel an Board immer super schlafen kann 😅 Um 16 Uhr sind wir dann auch endlich mal auf der img_5678 Isla San Cristobal angekommen! Pete und ich holten unser Gepäck vom Boot und nun mussten wir nur noch ein bezahlbares Hostel finden! Da es aber sehr viel Auswahl gibt, wurden wir nach knapp 3 Minuten schon fündig! Für 15$ die Nacht und direkt in Hafennähe, war das San Francisco Hostel wirklich in Ordnung! Auch hier kann man nicht meckern!

Pete ist eine Woche vorher auf San Cristobal gelandet, anstatt wie ich auf Santa Cruz und somit kannte er sich schon etwas aus! Nach dem wir alles im Zimmer verstaut hatten, machten wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem nahegelegenen Strand und von überall hörte man schon die Seelöwen rufen 😅 diese Geräusche sind einfach unschlagbar! Es hört sich imme so an, als würden Sie sich übergeben. Für mich hieß es gleich wieder, 1000 Fotos und Videos machen! Nach dem kleinen „Strand- und Stadtrundgang“ gab es für uns noch ein „Menu del dia“ zum Abendessen! Eine „sopa de pollo“ und als Hauptgang Thunfisch, mit einer grünen Knoblauchpesto, dazu wie immer Reis und Bohnen! Aber für 3$ mit Getränk ein gutes Preis Leistungsverhältnis, man muss auch anmerken, dass es wirklich sehr gut geschmeckt hat! 🤗

Ach ja, Xenia hat noch durch ihre ersten Nächte auf San Cristobal, beim Couchsurfing einen Typen (Jefferson) kennen gelernt und mit den beiden wollten wir uns ja auch noch treffen! Deswegen haben Pete und ich uns erst a mal jeder ein Fläschchen Rum gekauft und 2 Liter Cola dazu! Eine kleine Flasche Rum mit knapp 400ml für 5$ ist echt vertretbar, vor allem für Galápagos! Dieses edle Tröpfchen gab es dann auf unsere Hostal-Terrasse, den auch Xenia war im gleichen Hostel wie wir 😉 Sie und Jefferson haben sich für den Abend eine große Flasche Caña geleistet! Caña ist ein typischer Zuckerrohr-Schnaps aus Ecuador! Eigentlich ganz lecker und als Jefferson als erster das Handtuch warf und schlapp machte, waren ja noch Pete und ich zur Stelle, um auch diese Flasche zu leeren 😂 Es ist natürlich offensichtlich, dass wir nach dem Gelage alle mächtig einen sitzen hatten und uns dann um kurz nach 1 Uhr verabschiedeten und ins Bett fielen! Ein guter Schlaf war für diese Nacht gesichert!

Tag 2: Pete musste heute schon abreisen, somit hing ich mich an Xenia und Jefferson! Die beiden nahmen mich gleich mit zum schönen Strand von Punta Carola, doch davor bogen wir rechts ab, um noch einen Schnorchelstop in der Bahía Tijeretas (Bucht) zu machen! Hier fanden wir eine unwahrscheinlich schöne Bucht, mit tiefblauen, klarem Wasser und vielen Seelöwen – die gerade im Wasser spielten – vor!

Dann mal nichts wie ab ins Wasser! (Das Video mit den Seelöwen findest du hier, auf meinem Instagram Profil) 😊 Es ist einfach so klasse, den Tieren so nahe zu kommen! Einer der jungen Seelöwen hat sogar in meine GoPro gebissen, haha! Immer wieder ein Erlebnis, von dem ich definitiv nie zu viel bekommen kann! Und ich als alte Wasserratte, kann ja vom Schnorcheln, Schwimmen und Tauchen sowieso nie zuviel haben! Nach dem Seelöwen Vergnügen, ging es dann erfrischt an den schönen Strand von Punta Carola! Dort trafen wir auf noch mehr Seelöwen! Die meisten lagen wie üblich faul und schlafend am Strand. Ein paar Jung-Seelöwen tollten im Wasser und spielten mit den Wasserschildkröten! Andere wiederum rollten sich am Strandufer mit jeder Welle mit! Das war soo süß, ehrlich! Da Kugeln die sich einfach am Ufer vor und zurück 😍 Wir drei suchten uns zuerst mal ein geeignetes Plätzchen im Sand, was an diesem Strand gar nicht soo einfach ist, den wo auch viele Seelöwen sind, ist auch viel Seelöwen Kacke 😉 Aber ich verzeihe es Ihnen, immerhin kommt der Mensch ja in ihr Territorium und nicht anders herum! Jefferson war noch immer recht lediert vom Saufgelage vom Vorabend und schlief erst mal ein Stündchen! img_5591Dafür hatte ich mit Xenia super lustige Unterhaltungen, bis sich dann ein paar Freunde von Jefferson zu uns gesellten! Auch Xenia kannte 2 Jungs von der Truppe! Und siehe da, der erste super hübsche, ansprechende Galápagos-Boy für mich. 😲 Kucken darf man ja und interessiert sind die hier eh alle an einem, so lange man blond ist und blaue Augen hat. Manchmal ist das schon fast wieder langweilig 😂 Xenia und ich gaben uns selbstverständlich gleich mal ne ordentliche Kontrahalbe! Es gab frisches Kokosnusswasser mit… na klar… Caña! Wieder einmal vorzüglich und da wir ja alle das kleine Fläschchen teilten, war dies auch recht zügig geleert! Etwas später kam dann auch noch ein weiterer Typ vorbei, mit dem ich dann später noch mehr zutun hatte. Den er ist der Kolumbianische-Tattowierer der mir mein wunderschönes Tattoo auf der Hand gestochen hat! Sebastian ist sein Name und mit ihm hab ich gleich ein paar Dinge direkt besprochen und so machten wir gleich einen Termin aus! Samstag sollte es sein, davor sollte ich ihm noch meine Idee zuschicken und er würde mir dann was eigenes designen! Perfektes Souvenir von Galápagos 😊 Einen wunderschönen Sonnenuntergang, mit Seelöwen in der Front konnten wir dann auch noch an diesem gelungenen Tag genießen!

Als die Sonne dann endgültig unter gegangen ist, machten wir zwei Mädels uns mit dem Männertrupp auf den Heimweg! Wir verabredeten uns dann alle später, um noch was trinken zu gehen! Den in San Cristobal gibt es sogar eine „Diskothek“ und mit den Einheimischen rumzuhängen ist doch auch was ganz anderes, als im Tourigewusel auf Santa Cruz! Nach einer schönen warmen und ausgiebigen Dusche und einem guten Abendessen, sind wir erst noch in eine eher touristische Bar gegangen! Ich hatte nämlich auf Isabela noch Lena und Maximilian (auch 2 Deutsche, die wegen eines Eco-Projektes für gut 3 Wochen auf Galápagos waren) im Hostal kennen gelernt. Mit den beiden wollte ich mich, vor ihrem Abflug auch noch einmal treffen, da wir uns auch auf Anhieb total gut verstanden haben! Für Xenia und mich gab es dann erst a Mal eine Runde Happy Hour – 2 für 1! Die Cocktails waren in dieser Bar absolut nicht der Reißer, daher entschlossen wir uns auch, nach dem wir ausgetrunken hatten, weiter zu ziehen! Den die Jungs kannten selbstverständlich eine andere Bar! Lena und Maximilian wollten nicht mehr mit uns kommen, da die beiden ja morgens wieder früh raus und arbeiten mussten! Aber wir vereinbarten ein Treffen am nächsten Tag, um gemeinsam zu einem etwas entfernteren Strand zu laufen! In der „einheimischen“ Bar angekommen, trafen wir gerade mal auf 2 weitere Leute 😂 nicht so viel los hier auf der Insel! Die Jungs erklärten uns, dass die meisten jetzt schon in der Diskothek seien! Da dort aber wieder nur fürchterliche Raggaton Musik läuft, die ich ja so garnicht leiden kann, beschlossen wir Mädels erst mal hier zu bleiben und noch ein Bier zu trinken. Danach wollten wir entscheiden, ob wir betrunken genug sind, um dort hin gehen und die Musik aushalten zu können! 😂 Auch nach unserem Bier wurde die Stimmung nicht gerade „wild“ und deshalb ließ ich mich von Xenia breitschlagen mit in die „Disko“ zu gehen! Okay, wie gedacht, hatte ich den absolut richtigen Richer , den es war wirklich grauenhaft! Nicht nur das die Musik und die „Anlage“ unter aller Sau war, nein auch die Leute machten mir nicht den Eindruck als hätten sie Mega Spaß! 🙂 Trinken wollte ich dann auch nichts mehr! Also gut, ein Versuch war es wert gewesen! Wir hatten uns dann doch lieber auf den Rückweg gemacht um schlafen zu gehen! Ich hatte jedoch eine etwas ungemütliche Nacht, da ich um 3 Uhr, vor verschlossener Hostel Türe stand und keiner aufmachte! Eine Klingel hab ich nicht gefunden, somit stand ich da nun alleine! Xenia ist nämlich nach dem Diskobesuch noch mit zu einen der Jungs. Zum Glück war ich ja eh schon gut müde und angetrunken und bin ja nicht sehr wählerisch mit meinen Schlafplätzen, dass die paar Stunden auf der Parkbank, vor dem Hostal mir dann ehrlich nichts ausmachten! Dazu kam noch, dass ich dem „entspannten“ Kotzgeräuschen der Seelöwen direkt lauschen konnte 😅 Um 05:30 Uhr sperrte der Hostelbesitzer die Eingangstüre auf und ich konnte endlich ins Bett! 😅 Ein wenig frisch war es ja schon gewesen, aber nach einer warmen Dusche legte ich mich dann noch für ein paar Stündchen ins Bett!

Tag 3: Nach der kurzen Nacht fiehl für mich heute mal mein all morgentliches Yoga aus. Frisch und munter, sind Xenia und ich erst mal frühstücken gewesen und ich hab für mich gleich noch eine Tour, für den nächsten Tag gebucht! Hier auf San Cristobal gibt es eine 360-Grad Ganztagestour! Das heist, man umfährt mit dem Boot die ganze Insel und hält an verschiedenen, besonderen Spots, z.B. zum Schnorcheln, oder um am Strand zu relaxen. Zwar muss man hier mit 140-150$ rechnen, aber da hauptsächlich hier wieder das Schnorcheln im Vordergund steht und man einiges sieht, habe ich mich für diese Tour entschieden. 😉 Bevor wir uns mit den anderen beiden trafen, um zum Strand Baquerizo zu gehen, sind wir schon einmal an den Playa Mann

gelaufen! Dort tummeln sich auch gaaanz viele Seelöwen und auch hier kann man sich wieder einfach mitten in eine Truppe Seelöwen legen und sich ein Plätzchen sichern. So konnten wir uns noch ein wenig in der Sonne bruzeln, uns noch vom Vorabend erholen und den Seelöwen bei ihrem täglichen Treiben zusehen! Lena und Maximilian gabelten uns, nach ihrer Arbeit gegen Mittags rum, dort auf! Gemeinsam machten wir uns dann auf zum schönen Strand Baquerizo! Der Weg führte wieder in Richtung Tijeretas-Bucht und an dem gleichnamigen Aussichtspunkt vorbei! Der Weg zum Strand war wirklich mühsam, nicht nur weil die Mittagssonne so stark war, auch der Weg war sehr steinig und mit Flipflops etwas schlecht zu laufen, aber es war machbar! 🤗 Am Strand angekommen, war es wirklich jede Anstrengung wert dort hin zu gehen! So ein wunderschöner weiser Sandstrand, mit glasklarem, hellblauem Wasser und Unzähligen Wasserschildkröten und Seelöwen und nur 4 anderen Leuten! Traumhaft… einfach alles auf Galápagos ist traumhaft und man kann überhaupt nichts falsch machen, egal wo man hinläuft! 😍

Nach der Anstregung erst mal ab ins erfrischende Nass und wenn das Wasser so einladent aussieht, dann macht die Abkühlung doppelt so viel Freude. Direkt in Strandnähe, konnte man schon vom Wasser aus die Schildkröten sehen und immer wieder beobachten wie Sie auftauchten, um Luft zu schnappen. Wir haben uns dann alle samt noch in die Sonne gelegt und dösten so vor uns hin, bis es dann leider schon wieder Zeit zu gehen war, da die Sonne hier gegen 18 Uhr unter ging und wir nicht den ganzen, beschwerlichen Weg im Dunkeln zurück laufen wollten. img_5737Der Rückweg war wesentlich leichter, da der Weg nun im Schatten lag und pünklich zum Sonnenuntergang, kamen wir dann auch am Aussichtspunkt von Tijeretas an. Traumhaft und wieder einmal ein echt gelungener Ausklang vom Tag. Von dem Aussichtspunkt bis ins Zentrum waren es dann noch so ca. 40 Minuten Fußmarsch, aber alles bergab und ohne schwitzen. In der Stadt angekommen, verabschiedeten Xenia und ich uns von Lena und Maximilian, den leider werden wir uns auf Galapagos nicht mehr sehen. Xenia reiste am nächsten Tag schon ab und ich machte mich ja schon in der Früh auf die 360 Grad Tour. Lena und Maximillian verließen die Insel auch einen Tag drauf. Xenia und ich hatten für den heutigen Abend auch nichts mehr geplant, den wir waren vom Vorabend echt noch etwas platt und sie musste auch noch ihre Sachen zusammen packen, den es ging für Sie früh los. Ich packte auch noch meine Sachen für die Tour am nächsten Tag.

Tag 4: Ganz in der Früh um kurz nach 5 Uhr klingelte dann auch schon wieder mein Wecker. Noch 10 Minuten weiter schlummern und ab auf die Yogamatte, um wenigstens noch ein gutes Stündchen Dehnübungen zu machen. Danach sprang ich noch kurz unter die Dusche und machte mich fertig. Den um 7:10 Uhr musste ich schon an der Agency sein um mein Schnorchelequipment und den Neoprenanzug abzuholen. Um 7:30 Uhr musste ich dann gleich zum Hafen, den da wartete schon das Boot auf uns. Wir waren eine recht junge Truppe heute. Ein junges Pärchen aus den USA, eines aus Neuseeland, eine ecuadorianische Mutti mit Ihrer Tochter und ein New Yorker in meinem Alter. Als erster Stop auf der Tagesplanung stand ein Schnorchelspot, der ca. 30 Minuten vom Hafen entfernt lag. Dort angekommen durften wir erst einmal alle aus dem Boot ins kühle Nass und an Land gehen. Das Wetter spielte heute so überhaupt nicht mit. Es war bewölkt und recht windig, somit eben etwas kühl. Ich friere ja sowieso immer recht flott und da mag ich ja dann so garnicht ins Wasser, wenn es „kalt“ ist. Natülich hatten alle ihren Neoprenanzug an, aber alle anderen hatte nur einen kurzen und keinen langen. Ich bestand aber darauf, dass ich einen langen Neoprenanzug bekomme, denn an dem letzen und aufregensten Schnorchelspot, dem sogennanten Kickers-Rock, sollte das Wasser besonders kalt sein und ich wollte es einfach in vollen Zügen genießen können. Somit entschied ich mich, bei den ersten zwei Schnorchelspots keinen Neoprenanzug anzuziehn, den es ist ja schon schwer genug hinein zu kommen, wenn er noch trocken ist, aber nass… unmöglich und bei dem Wetter, trocknet der sowieso nicht annähnert. Das Gefühl, in einen kalten, nassen Neoprenanzug zu müssen, gefiehl mir auch nicht. Dann besser gleich ohne. Am Festland angekommen, erklärte uns unser Guide noch einiges über die Lavasteinformationen, die Flora und Fauna und auch über die Tiere die wir gleich unterwasser zu sehen bekommen. Der Schnorchelspot hier, war eher wie ein riesengroßes Becken mit Meereszugang. Was natürlich den Vorteil hatte, dass es keine Wellen gibt und wir gute Sicht hatten und das sich das Wasser schnell aufheitzt. Darum findet man auch an diesem Punkt sehr viele Weißspitzen-Riffhai, den diese ruhen sich am Grund aus und bevorzugen warme Gewässer dafür. Also rein ist das Wasservergnügen und ab auf die Haisuche. Wobei man sagen muss, dass man sie nicht suchen muss, den es gab wirklich besonders viele zu sehen und die waren fast überall. Wir hatten hier einen Stunde Zeit und neben den Riffhaien, sahen wir sehr große und kleine Blaupunkt- und auch Adler-Rochen, unzählige Meeresschildkröten, Flötenfische, viele andere Fischarten, Seesterne, Krabben und und und…

Zum Glück klarte das Wetter dann endlich auch etwas auf und wir hatten nicht nur Wolken und Wind! Zurück an Deck, schipperten wir dann weiter zum nächsten Stop! Immer an der schönen Küste von San Cristobal entlang! Der nächste Halt war ein schöner weißer Sandstrand, der gesäumt war mit schwarzen Lavasteinen und so einigen Seelöwen! Dort konnten wir wirklich mal ein Stündchen am Strand relaxen, Schnorcheln und die Seele baumeln lassen, bevor es dann endlich auch Mittagessen an Board gab! Nach der Auszeit und der Stärkung, hieß es dann, ab zum Kickers Rock, der Hauptattraktion auf der 360-Grad Tour! img_5809Endlich konnte sich ich meinen Neoprenanzug anziehen! 🤗 alle anderen an Board waren sichtlich neidisch auf meinen langen, trockenen Anzug! Diesmal war ich die erste im Wasser und siehe da, das Wasser war wirklich ziemlich kalt! Den dort ist das Wasser auch ziemlich tief und es war wirklich mein erstes Mal Schnorcheln im offenen Meer! Etwas mulmig war mir schon, da man hier natürlich keinen Grund sehen konnte! Aber sowas wie hier hab ich auch noch nie gesehen! Soooo viele Fische auf einmal, gefühlt hunderte Wasserschildkröten die im Meer, in unterschiedlichen Höhen dahin schwebten! Der absolute Hammer! Der Kickers Rock besteht aus zwei Felsen, zwischen den man durch schwimmen kann und natürlich wagte sich unsere Gruppe zwischen durch, den dort lebten auch ein paar Seelöwen! Diese kamen gleich zum Spielen, als sie uns im Wasser entdeckten! Auch nisten hier viel Vögel in den Felsen, die nur so vor sich hin sangen! Leider konnten wir keine Hammerhaie sehen, dafür kam ein richtiger Hai vorbei geschwommen und da muss ich sagen, rutschte mir wirklich das Herz in die Hose (oder besser gesagt, tiefer in den Neoprenanzug) 😂 Nach gut 45 minütigen Schnorchelspaß am Kickers Rock und vielen tollen Eindrücke, ging es dann zurück aufs Boot und schon wieder auf den Rückweg in den Hafen von San Cristobal! Trotz des langen Neoprenanzuges muss ich sagen, dass ich auch ganz froh war, keine 3 Stunden dort rum schnorcheln zu müssen! Aber es war wirklich ein Erlebnis! Zurück am Festland, brachte ich dann mein Schnorchel Equipment zurück zu meiner Agentur und machte mich auf den Weg in mein Hostel um erst mal eine heiße Dusche zu genießen! Danach war ich nur noch etwas essen und hab es mir dann mit einem Filmchen im Bett bequem gemacht!

Tag 5: Samstag, der lang ersehnte Tag für mein Tattoo 😃 Um 11 Uhr sollte ich ja schon bei Sebastian im Hostel sein! Ich schlief also vor Aufregung natürlich wieder mal nicht sehr lange, machte noch etwas Yoga in der Früh! Genoss meinen Kaffee, in einem Café um die Ecke und ging dann direkt ins Hostel von Sebastian! Als ich dort war, saß er schon voller Vorfreude an seinem Tablet, um mir sein Design zu zeigen! Ich war wirklich sehr begeistert von seinen Design und seiner Umsetzung meiner Grundidee! img_5845Ein, zwei kleine Änderung haben wir noch vorgenommen und dann ging es auch gleich los! Ich war total aufgeregt und kann es immer kaum erwarten bis es los geht! Dies ist auch mein erstes Tattoo, dass nicht im Studio gestochen worden ist, den Sebastian hat wirklich alles dabei! Eigentlich keine schlechte Idee! Man reist mit all den Tattoosachen um die Welt, tätowiert hier und da mal ein paar Leute und kann sich so leicht seinen Lebensunterhalt verdienen! Wenn man den ein guter Künstler ist und das muss man ihm lassen, das ist er wirklich! Es wird sicherlich nicht mein letztes Tattoo von ihm sein! Den in Kolumbien werden wir uns wieder sehen! 🤗 Nach 3,5 Stunden war das Meisterwerk auf meiner Hand auch endlich fertig und ich bin total begeistert! 😅 am Ende war es natürlich wie immer etwas schmerzhaft aber es ist bekanntlich ein guter Schmerz, den man für die schöne Körperkunst gerne in Kauf nimmt. 😉 img_0317Wir waren Nachmittags fertig und ich hing noch eine Weile mit den Jungs im Hostel rum und hab mir noch nach all dem Schmerz Schokoladen Pancakes mit Erdbeeren und Honig 😍 und ein Bier, geleistet! Danach bin ich nur noch in mein Hostel zurück und hab mal wieder meinen ganzen Krempel zusammen geräumt, den am Sonntag sollte es ja zurück nach Santa Cruz gehen! Leider war meine Zeit auf Galápagos schon fast wieder vorbei! 😥

Sonntags, wieder zu früher Stunde nahm ich das Boot zurück nach Santa Cruz! Ich muss sagen, der Abschied viel mir sehr schwer! Ich hatte eine wirklich super tolle Zeit, mit wahnsinng tollen Menschen auf San Cristobal! Es fällt mir auch sehr schwer, eine Entscheidung darüber zu treffen, welche Insel von den dreien die ich besucht habe, mir am besten gefiel! Den jede Insel ist so einzigartig! Ich kann diese Frage bis heute nicht beantwortet… 😊

Zurück auf Santa Cruz, habe ich mir ja schon vorab wieder meine Unterkunft im Gala House gesichert! So dachte ich zumindest! Falsch gedacht 😱 denn so zuverlässig wie in Deutschland ist auf Galápagos wohl auch niemand! Obwohl ich mir meine Zimmer-Reservierung 3 mal bestätigen hab lassen und auch bei der Abfahrt, 10 Tage zuvor noch zu Tallia meinte, dass wir uns am 7 Juli wieder sehen, stand ich nun vor verschlossener Türe! Na und jetzt? Ich versuchte Tallia telefonisch zu erreichen, aber sie ging erst nicht ran! Also hieß es für mich erst mal warten! Gut, vielleicht war sie ja nur im Ort unterwegs! Nach ca. 20 Minuten warten rief sie mich dann zum Glück zurück und offenbarte mir, dass sie mich nicht eingeplant hätte und das Haus voll wäre?! Ich dachte wirklich ich spinne! Ich war am Telefon schon wirklich richtig sauer und ich hatte mich doch so sehr auf zwei erholsame, schöne letzte Tage auf Galápagos gefreut! Natürlich hätte ich mir auch eine andere Unterkunft suchen können, aber ich wollte wirklich eine persönliche Erklärung von ihr haben, was man an einer fixen Reservierung den falsch verstehen kann! Somit wartet ich noch ein bisschen, bis Tallia dann wieder am Gala House war! Zu ihrer Verteidigung meinte sie nur, ich hätte ihr ja nicht nochmal extra Bescheid gegeben und deswegen hat sie das Zimmer vermietet?? Ich meinte nur, dass ich mehrfach gefragt habe, ob es in Ordnung geht, dass ich noch von 7-9 Juli bei ihr übernachte und ich hatte ihr zuvor sogar schon angeboten, die beiden Nächte zu bezahlten, aber das wollte sie dann nicht! Das soll mal einer verstehen 🙈 Naja ich konnte dann zum Glück noch mit einem Engländer, in ein Zimmer für eine Nacht mitübernachten! Da wir uns auch wirklich gut verstanden haben, war es ja halb so wild und ich bekam die Nacht selbstverständlich günstiger. Aber da man ja beim Reisen sonst keine Probleme hat, kann man sich ja auch mal über so eine Kleinigkeit aufregen 😂 Ende gut, alles gut. Die letzen Tage auf Santa Cruz genoß ich noch in vollen Zügen und machte mir ein paar faule Stunden. Immerhin war ja bei mir jeden Tag Action angesagt, seit meiner Landung auf den Inseln. Mit dem neuen Tattoo an der Hand, konnte ich nun eh nicht mehr ins Wasser und das Wetter spielte auch nicht ganz so mit. Somit nutzte ich die Zeit, um mir einen guten Galapagos-Kaffee und ein kleines Souvenier für Eilyn zu besorgen. Da ich ja ein paar meiner Sachen zwischenzeitlich bei Ihr unterstellen konnte, für die Übernachtungen in ihrem Haus und die absolut liebe Umsorgung, wollte ich mich bei Ihr bedanken. Am Dienstag den 09.07. hieß es dann auch leider schon Abschied nehmen von den wunderschönen, sagenhaft tollen Galapagos Inseln. Mein Flug war um kurz nach 13 Uhr und der Weg bis zum Flughafen war ja wie im ersten Galapagos Beitrag etwa langwierig. Meine Erwartungen wurden definitiv mehr als übertroffen und ich weiß auch, dass es  kein Abschied für immer ist, da ich mit Sicherheit wieder zurück kehren werde.

≈ FAZIT ≈

Kosten: Galapagos ist zwar wirklich nicht das günstigste Reiseziel der Welt, das steht fest, aber ich persönlich muss sagen, dass jedes Urlaubsziel auf einer Insel teurer ist als auf dem Festland und es absolut bezahlbar ist. Wenn man nun nicht gerade eine Kreuzfahrtschiff bucht, keinen super luxus benötigt und auch selbst motiviert ist, etwas auf eigene Faust zu planen, dann kann man auch wirklich recht günstig und sehr einfach die Inseln besuchen. Es gibt ziemlich viel auf den jeweiligen Inseln zu sehen, dass komplett umsonst ist. Hinzu kommt noch, dass wirklich nur die Ganztagestouren (100-180 Doller), Tagesausflüge (35-120 Doller) und Bootsfahrten (25-30 Doller) zu den anderen Inseln teuer sind. Man kann ziemlich „günstig“ (zwischen 3-5 Doller) Mittag- und Abendmenüs bekommen, die einen auch lange satt machen. Ich habe für eine Nacht immer zwischen 15-18 Doller bezahlt und bis auf Isla Isabela hatte ich immer ein Einzelzimmer. Insgesamt habe ich für 15 Tage 1.500 Euro ausgegeben. Darin ist wirklich alles enthalten, vom Flug, über den Eintritt, mein Tattoo und die unzähligen Kugeln Eis, die ich mir immer gegönnt habe.

Erfahrung: Ich habe durch und durch nur positive Erfahrungen gemacht und bin äußerst froh, keine Kreuzfahrt gemacht zu haben. Dies hat natürlich auch gewisse Vorzüge, aber da ich meinen Tag lieber selbst planen möchte und spontan bleiben will, war es für mich die bessere, wie auch günstiger Option. Des Weiteren kommt man so auch mehr mit den Einheimischen in Kontakt und unterstützt die Inselbewohner, anstatt nur irgendwelche großen Touranbieter, vom Festland.

Natur, Tiere & Leute: Unglaublich, herrlich, unschlagbar, traumhaft schön, sagenhaft, unvorstellbar genial, ein einmaliges Erlebnis, einzigartig, wunderschön, grandios und und und 😊

So und da der klassische Deutsche (der ich ja wirklich nicht bin und auch niemals sein möchte) ja immer etwas zu meckern findet, gibt es auch leider hier eine einzige negative Sache, die mich wirklich gestört hat. An den Flughäfen am Festland, wird ein riesen Tumult darüber gemacht, dass man kein Plastik, Plastiktüten, Strohhalme und Co. benutzen soll und mitnehmen darf. Jedoch findet man auf wirklich jeder Insel super viel Plastik, vor allem in den Supermärkten ist alles in Plastik verpackt. Leider liegt auch hier oft in den Straßen der Müll nur so an jeder Ecke. Zwar weitaus weniger als wo anders, aber dass hätte ich von den Inseln so nicht erwartet. Aber das war auch wirklich das Einzige, dass ich bemengeln kann.

Die Inseln sind wirklich jeden Cent und jede Minute wert und ich werde sehr bald zurückkehren.

Hier findest du wieder alle Bilder von Galapagos. Folge mir doch einfach auf Instagram, um die neusten Eindrücke meiner Reise zu sehen.

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